Sie sind unter uns!
Nazis und Hardcore sind leider kein Hirngespinst in der heutigen Entwicklung mehr. Der „rechte Lifestyle“ hat sich bei Jugendlichen mittlerweile vieler Orts zur dominanten Jugendkultur entwickelt. Was dabei bis vor einigen Jahren fast ausschließlich für Ost-Deutschland zu gelten schien, ist längst im gesamten Bundesgebiet traurige Wirklichkeit.
Ein Blick auf das Ruhrgebiet genügt, um deutlich zu machen um was es hier geht. Selbst der Verfassungsschutz (der traditionell ja eher zum Verharmlosen rechter Strukturen neigt), spricht zum Beispiel für den Raum Dortmund von einer überaus großen rechten Szene mit einem „harten Kern“ von ca. 200 Personen. Da verwundert es auch nicht, dass sich bisweilen an die 1500 Neonazis zu einem Nazi-Konzert im Ruhrgebiet einfinden. Und die (natürlich unvollständige) Liste der rechter Aktivitäten und Übergriffe auf jene, die nicht in ihr Weltbild passen, muss beinahe täglich um neue Einträge erweitert werden. Dabei sind brutale Überfälle auf ausländische Mitmenschen, Linke, Obdachlose oder Behinderte auch am helllichten Tag keine Seltenheit mehr.
Parallel dazu ist auch die Musik der Nazis aus ihrer Nische gekrochen und breitet sich als Begleitmusik zu Mord und Totschlag zu einem riesigen Markt aus. Die „Kultfigur“ des Rechts-Rock , der ehemalige Sänger der britischen Band „Screwdriver“, Ian Stuart Donaldson sagte einmal: „Musik ist das ideale Mittel, Jugendlichen den Nationalsozialismus näher zu bringen. Besser als dies in politischen Veranstaltungen gemacht werden kann, kann damit Ideologie transportiert werden.“ Diese Aussage bringt das Anliegen und die Wirkungsweise rechter Musik auf den Punkt. Und wenn mensch bedenkt, dass die Platten indizierter Nazi-Bands wie z.B. „Landser“ oder „Zillertaler Türkenjäger“ mittlerweile sogar schon mal auf Abi-Partys laufen und die ganzen enthirnten Vollidioten (auch wenn sie – vielleicht noch! – kein rechtes Weltbild verinnerlicht haben) das dann „cool“ oder „lustig“ finden, rücken hinsichtlich der gesellschaftlichen Entwicklung die schlimmsten Befürchtungen wieder in den Bereich des Möglichen.
Die allgemeine Entpolitisierung, das zunehmende Verschwinden einer kritischen links-liberalen Öffentlichkeit und der gleichzeitige Vorstoß rechter Ideologien ist als gesellschaftliches „Phänomen“ unübersehbar geworden und macht auch vor den sogenannten Subkulturen nicht halt. (An dieser Stelle sei nochmals ausdrücklich betont, dass gesellschaftliche Entwicklungen nicht „gottgegeben“ sind, sondern sich nur vollziehen können, wenn sie zugelassen werden!). Nazis versuchen verstärkt diese Entwicklung zu nutzen und zu forcieren, indem sie sich bemühen mit Hilfe der Musik ihre Ideologien zu verbreiten und so weitere AnhängerInnen zu rekrutieren. Diese Versuche gibt es sowohl in der Dark-Wave-, der Black-Metal- und der Punk / HC-Szene. Mittlerweile gibt es bei den Nazis sogar schon interne Diskussionen ob und wie so etwas auch im Hip-Hop-Bereich zu realisieren ist. Punk / HC bietet durch seine musikalische Nähe zur OI-Musik und den oftmals reproduzierten Bildern vom „harten, hasserfüllten Mann“ sowie dem aggressiven Macho-Getue einiger Konzertbesucher (nichts gegen ein gepflegtes Tänzchen, aber bei den Arschgeigen, die meinen im Pit ihre neusten Kick-Box-Tricks zeigen zu müssen, kommt mir echt die Galle hoch!), vor allem rechten Skinheads und Hooligans leider reichlich Anknüpfungspunkte.
Ein Beweis dafür, das sich bei Nazis auf Punk / HC-Konzerten nicht um seltene Ausnahmen handelt, zeigt ein Blick in die Publikationen der Nazis. Hier werden beispielsweise die Platten „klassischer“ HC-Bands besprochen & abgefeiert oder Konzerttipps an die interessierte Meute ausgegeben Nazibands covern Lieder von Hardcorebands und versehen sie mit rechten Texten.
Schamlos werden bekannte Logos „geklaut“, so z.B. der Flammenschriftzug der nichtrechten Band „Hatebreed“. Mit identischem Aussehen werden in der Nazi-Szene Schriftzüge wie „Hatecrime“ (Kleider-Label) oder „Hatesounds“ (Musik-Label) verbreitet. (Als „Hatecrime“ werden in Amerika Kapitalverbrechen bezeichnet, die aus rassistischen, religiösen oder sexistischen Motiven heraus begangen werden.) Nach dem “Fullforce”-Hardcore- Festival letztes Jahr in Leipzig gab es tagelang ausgiebige Diskussionen in den einschlägigen Nazi-Internet-Foren. Dabei wurden die Bands abgefeiert, Kameraden, die getroffen wurden, gegrüßt und freudestrahlend festgestellt, dass zumindest im Pit vor der Bühne ein Großteil der Leute „Kameraden“ gewesen sein sollen.
Wer es immer noch nicht kapiert hat und meint, so etwas gäbe es immer nur woanders und nicht in der eigenen Stadt, dem sei versicht, dass das Schwachsinn ist!
Ein Blick auf das Ruhrgebiet genügt, um deutlich zu machen um was es hier geht. Selbst der Verfassungsschutz (der traditionell ja eher zum Verharmlosen rechter Strukturen neigt), spricht zum Beispiel für den Raum Dortmund von einer überaus großen rechten Szene mit einem „harten Kern“ von ca. 200 Personen. Da verwundert es auch nicht, dass sich bisweilen an die 1500 Neonazis zu einem Nazi-Konzert im Ruhrgebiet einfinden. Und die (natürlich unvollständige) Liste der rechter Aktivitäten und Übergriffe auf jene, die nicht in ihr Weltbild passen, muss beinahe täglich um neue Einträge erweitert werden. Dabei sind brutale Überfälle auf ausländische Mitmenschen, Linke, Obdachlose oder Behinderte auch am helllichten Tag keine Seltenheit mehr.

Parallel dazu ist auch die Musik der Nazis aus ihrer Nische gekrochen und breitet sich als Begleitmusik zu Mord und Totschlag zu einem riesigen Markt aus. Die „Kultfigur“ des Rechts-Rock , der ehemalige Sänger der britischen Band „Screwdriver“, Ian Stuart Donaldson sagte einmal: „Musik ist das ideale Mittel, Jugendlichen den Nationalsozialismus näher zu bringen. Besser als dies in politischen Veranstaltungen gemacht werden kann, kann damit Ideologie transportiert werden.“ Diese Aussage bringt das Anliegen und die Wirkungsweise rechter Musik auf den Punkt. Und wenn mensch bedenkt, dass die Platten indizierter Nazi-Bands wie z.B. „Landser“ oder „Zillertaler Türkenjäger“ mittlerweile sogar schon mal auf Abi-Partys laufen und die ganzen enthirnten Vollidioten (auch wenn sie – vielleicht noch! – kein rechtes Weltbild verinnerlicht haben) das dann „cool“ oder „lustig“ finden, rücken hinsichtlich der gesellschaftlichen Entwicklung die schlimmsten Befürchtungen wieder in den Bereich des Möglichen.
Die allgemeine Entpolitisierung, das zunehmende Verschwinden einer kritischen links-liberalen Öffentlichkeit und der gleichzeitige Vorstoß rechter Ideologien ist als gesellschaftliches „Phänomen“ unübersehbar geworden und macht auch vor den sogenannten Subkulturen nicht halt. (An dieser Stelle sei nochmals ausdrücklich betont, dass gesellschaftliche Entwicklungen nicht „gottgegeben“ sind, sondern sich nur vollziehen können, wenn sie zugelassen werden!). Nazis versuchen verstärkt diese Entwicklung zu nutzen und zu forcieren, indem sie sich bemühen mit Hilfe der Musik ihre Ideologien zu verbreiten und so weitere AnhängerInnen zu rekrutieren. Diese Versuche gibt es sowohl in der Dark-Wave-, der Black-Metal- und der Punk / HC-Szene. Mittlerweile gibt es bei den Nazis sogar schon interne Diskussionen ob und wie so etwas auch im Hip-Hop-Bereich zu realisieren ist. Punk / HC bietet durch seine musikalische Nähe zur OI-Musik und den oftmals reproduzierten Bildern vom „harten, hasserfüllten Mann“ sowie dem aggressiven Macho-Getue einiger Konzertbesucher (nichts gegen ein gepflegtes Tänzchen, aber bei den Arschgeigen, die meinen im Pit ihre neusten Kick-Box-Tricks zeigen zu müssen, kommt mir echt die Galle hoch!), vor allem rechten Skinheads und Hooligans leider reichlich Anknüpfungspunkte.
Ein Beweis dafür, das sich bei Nazis auf Punk / HC-Konzerten nicht um seltene Ausnahmen handelt, zeigt ein Blick in die Publikationen der Nazis. Hier werden beispielsweise die Platten „klassischer“ HC-Bands besprochen & abgefeiert oder Konzerttipps an die interessierte Meute ausgegeben Nazibands covern Lieder von Hardcorebands und versehen sie mit rechten Texten.
Schamlos werden bekannte Logos „geklaut“, so z.B. der Flammenschriftzug der nichtrechten Band „Hatebreed“. Mit identischem Aussehen werden in der Nazi-Szene Schriftzüge wie „Hatecrime“ (Kleider-Label) oder „Hatesounds“ (Musik-Label) verbreitet. (Als „Hatecrime“ werden in Amerika Kapitalverbrechen bezeichnet, die aus rassistischen, religiösen oder sexistischen Motiven heraus begangen werden.) Nach dem “Fullforce”-Hardcore- Festival letztes Jahr in Leipzig gab es tagelang ausgiebige Diskussionen in den einschlägigen Nazi-Internet-Foren. Dabei wurden die Bands abgefeiert, Kameraden, die getroffen wurden, gegrüßt und freudestrahlend festgestellt, dass zumindest im Pit vor der Bühne ein Großteil der Leute „Kameraden“ gewesen sein sollen. Wer es immer noch nicht kapiert hat und meint, so etwas gäbe es immer nur woanders und nicht in der eigenen Stadt, dem sei versicht, dass das Schwachsinn ist!
tobicore - 24. Mai, 13:54










